Tiroler Biopilze

Bio-Qualität für intensiven Geschmack

Neben einer Extraportion Liebe werden den Tiroler Biopilzen aus Thaur nur die besten Zutaten zuteil: optimales Klima, klare Luft und quellfrisches Bergwasser.

Bevor Champignons,  Shiitake oder Portobello-Pilz eine Mahlzeit krönen, sind viele Handgriffe von Cornelia Planks Team nötig: „Die Produktion der Tiroler Biopilze findet in unserem großen Gewächshaus in Thaur statt, das wir exklusiv für die Zwergerl, wie wir sie nennen, reserviert haben. Die Herstellung ist nachhaltig, kontrolliert biologisch und umweltfreundlich. Der Kompost etwa, auf dem Champignons gezüchtet werden, besteht in der Regel aus Pferdemist, Hühnermist, Stroh und Gips. Diese sauberen, organischen Materialien sind auf natürliche Art und Weise vorhanden und sind die ideale Grundlage für die Pilze.“ Durch die Kontrolle der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit wachsen die Pilze im auf die jeweilige Sorte abgestimmten Klima auf. Frühling, Sommer und Herbst werden deshalb innerhalb eines Zyklus simuliert. Rund zwanzig Tage benötigt ein Tiroler Bio Champignon zur Aufzucht.

Frisch und knackig

„Die einzigartige Tiroler Natur schenkt Pilzen klare Bergluft und Unmengen an quellfrischem Bergwasser. In den kühlen Tiroler Nächten bekommen nicht nur wir eine Gänsehaut. Für die Pilze ist das wie eine natürliche Kneippkur, die die Haut frisch und knackig hält“, erklärt Cornelia Plank und präzisiert: „Intensiver Geschmack und Bissfestigkeit sind das Ergebnis von jahrelanger Erfahrung, Hingabe und der Liebe zu unserer Arbeit. Die kurzen Transportwege schonen die Umwelt, stärken die heimische Wirtschaft und sorgen für gesunde und frische Bioqualität auf deinem Teller. Kein Wunder, denn 24 Stunden nach der Ernte liegen die Biopilze bereits im Regal.

Schon bei den Azteken und den Ägyptern galten Pilze als Speise der Götter und wurden nur den oberen Gesellschaftsschichten als Delikatesse serviert. In Europa gibt es die ersten Aufzeichnungen über Pilzspeisen von den Römern. Auch bei ihnen standen diese bereits auf der Speisekarte; wohl eher als Delikatesse als für jedermann gedacht. Heute sind die geschmackvollen und gesunden Pilze allseits beliebt. Pilze sind kalorien- und fettarm, dazu reich an Mineralien, Vitaminen und Ballaststoffen. Genauso ist es auch mit den Champignons. Und ganz besonders dann, wenn sie in hervorragender Bioqualität hergestellt werden, wie die Tiroler Biopilze. Für 2018 hat sich die Pilzzüchterin übrigens bereits eine neue Köstlichkeit überlegt: Mini-Pilze! Optisch klein, dafür mit viel Geschmack!

 

Bio Pilze Tirol (Artikel von 2016)

Was bedeutet Ihnen die Region Hall-Wattens als Standort?

Cornelia Plank: Der Standort ist für uns sehr ausschlaggebend, denn wir sind hier mitten in der Genussregion Nordtiroler-Gemüse, wo natürlich unser hochwertiges Bioprodukt perfekt hinpasst. Die Infrastruktur ist sehr positiv zu sehen. Ursprünglich war der Bau der Anlage in der ehemaligen Straubkaserne geplant, wo auch unser Gemüsebaubetrieb nun seine neue Heimat findet. Leider ist es aber zu langen Widmungsverzögerungen gekommen. Wir standen mit der Umsetzung des Projektes unter Zeitdruck und mussten kurzfristig eine Alternative finden. Daher liegt unsere Pilzzuchtanlage nun im Gewerbegebiet Hall/Thaur. Es sei angemerkt, dass es sich bei der Pilzzucht um eine landwirtschaftliche Urproduktion handelt und wir aufgrund von politischen Entscheidungen unseren landwirtschaftlichen Betrieb auf einem Gewerbegrund errichten mussten, was aus wirtschaftlicher Sicht nicht unbedingt positiv zu bewerten ist. Noch dazu, da landwirtschaftliche Grundstücke im Eigentum vorhanden gewesen wären.

Welche Rahmenbedingungen sind notwendig, um Ihren Standort für die Zukunft zu sichern?

Cornelia Plank: Ich glaube das ist die Grundsatzfrage, die sich jeder Unternehmer in Tirol oder unserer Region stellt. Derjenige der Arbeitsplätze schafft muss von der Politik mehr unterstützt werden. Wir wollen Arbeitsplätze sichern und die Wertschöpfungskette im Land halten. Der Arbeitnehmer bekommt unter dem Strich gesehen zu wenig ausgezahlt, da viel zu hohe Lohnnebenkosten vom Unternehmer aber auch vom Arbeitnehmer zu bezahlen sind. Die Spange dazwischen ist zu groß und damit sinkt die Kaufkraft im Land. Welchen Anreiz hat der Unternehmer hier zu bleiben? Es ist die Philosophie – ich lebe davon, dass die Leute wissen, der Champignon kommt aus Tirol und nicht aus Polen. Hier geht es um Qualität, Sicherheit und die Reinheit des Produktes das wir anbieten. Wir leben von unseren Konsumenten, die Menschen, die Wert auf gesunde Ernährung legen und das Bewusstsein haben, dass Nahrung das Fundament unserer Gesundheit ist.

 

Worin sehen Sie mittelfristig die größte Herausforderung für Ihr Unternehmen?

Cornelia Plank: Die größte Herausforderung sind die Lohnkosten für ein Unternehmen. Jeder einzelne Pilz wird per Hand geerntet, die Qualität kontrolliert und in die Tasse gelegt. 100% Handarbeit bedeutet immer hohe Kosten. Es ist eine Herausforderung gute Mitarbeiter zu finden. Ich finde es gut in einem Land zu leben wo es soziale Sicherheit für jedermann gibt. Man sollte jedoch das System überarbeiten, erneuern, anpassen. Fürs Nichtstun gibt es zuviel Geld vom Staat. Die Wertigkeit der Arbeit muss wieder steigen. Wir haben uns mit unserem Produkt eine Nische ausgesucht und ich wollte ein Produkt haben, welches wir mit Leidenschaft für Frau und Mann Österreicher produzieren dürfen. Wir leben nur vom Konsumenten und müssen das bieten was der Markt verlangt. Es ist schön ein hochwertiges Produkt zu haben, wo der Preis absolut gerechtfertigt ist. Mit dem österreichischen Lebensmittelhandel haben wir hier einen tollen Partner. Besonders den Aktivitäten des Handels und dem Kaufverhalten unserer Kunden ist es zu verdanken, dass das Bewusstsein für Regionalität immer stärker in den Menschen verankert wird.

Welche Ansprüche stellen Sie an potenzielle Bewerber & Lehrlinge? Was bieten Sie Ihren Mitarbeitern?

Cornelia Plank: Wir machen das was wir machen aus Leidenschaft. Darauf bin ich stolz, denn das hören wir auch von den Leuten, die zu uns kommen. Das Problem ist, dass wenn ich einen Friseur suche, melden sich dreißig Leute. Wenn ich eine Stelle bei mir im Betrieb ausschreibe, meldet sich niemand. Einen Champignonzüchter finde ich vielleicht in Holland, aber nicht bei uns. Aber ich wäre sehr interessiert und dankbar, wenn ich jemanden finden würde, der sich für die Pilzzucht und für das Lebensmittel an sich interessiert, denn man muss schon einen Zugang dazu haben. Das erfordert spezielle Kenntnisse und die Leidenschaft dazu. In Holland sagt man, warte nur bis dich das Pilzfieber packt. Natürlich muss derjenige einen gesunden Hausverstand haben, Verantwortungsbewusstsein, technisches Verständnis und selbständig Handeln können. Er muss sich interessieren, was passiert, wenn es draußen kalt ist, oder heiß und wie wirkt sich das auf die Pilze und ihr Wachstum aus. Lernen kann man alles, aber man muss es gerne machen.

Worin gründet sich Ihr Erfolg?

Cornelia Plank: Das ist ein Mix aus vielen kleinen Dingen. Zum Erfolg gehört in erster Linie Fleiß und Glück. Du musst dahinter stehen und nie das Ziel aus den Augen verlieren. Zu mir haben viele gesagt, das wird nicht klappen, sonst hätten es schon hunderte vorher gemacht. Das hat mir Auftrieb gegeben und ich bin jetzt auch eine von nur drei Frauen auf der Welt, die Pilze züchtet. Ein Erfolgsgeheimnis ist sicher, dass es eine Nische ist und ein Produkt aus der Region, das es bis dato nur aus dem Import gegeben hat. Das entspricht auch dem Trend. Mich macht es stolz und glücklich, dass wir ein Premiumprodukt, das ganz Österreich essen kann und darf, produzieren.

Welche Maßnahmen setzen in Bezug auf Umweltschutz und gute Nachbarschaft?

Cornelia Plank: Umweltschutz ist für uns ein großes Thema. Die Luftfilter sind bei uns z.B. nicht aus Papier, sondern aus Edelstahl, vergleichbar mit den Krankenhäusern. Denn unsere Luft muss von draußen herein gefiltert werden, damit keine Sporen oder Krankheiten hereinkommen. Achtzig Prozent unserer Kühlung läuft über einen Tiefbrunnen und Grundwasseraustausch. Das ist etwas Besonderes. Die Abwärme der Kühlräume führen wir wieder der Heizung zu. Zur Reinigung wird reiner Wasserdampf verwendet. Wir haben auch eine tolle Kooperation mit den Thaurer Gemüsebauern, die ihre Felder über ein Ringleitungssystem bewässern. Wir sind daran angebunden und haben hier eine Win-Win-Situation. Denn das relativ kalte Grundwasser ist für die Bewässerung nicht ideal und durch den Durchlauf bei uns wird das Wasser um bis zu drei Grad erwärmt. Es entstehen auch keine Abfälle, denn der verbrauchte Champost wird als hochwertiger Dünger wieder auf die Gemüsefelder ausgebracht. Die Nachbarschaft ist bei uns sehr gut. Jeder ist willkommen, man hilft einander wenn es nötig ist. Für unsere Nachbarbetriebe ist es interessant dass hier Pilze wachsen, es ist ja doch nicht alltäglich. Die Menschen kennen Pilze aus dem Wald und was sich da wohl hinter den Toren abspielt macht neugierig. So kommen oft schöne Gespräch mit anderen Menschen zustande.
 

Persönliche Fragen:

Ich lerne von…
meinen Fehlern…  

Ich würde gerne erfinden …
wie man Eierschwämme oder Steinpilze züchten könnte...

Ich freue mich auf …
Zeit mit lieben Menschen zu verbringen...

Cornelia Plank, Geschäftsführerin
Cornelia Plank, Geschäftsführerin

Bio Pilz Tirol GmbH Bert-Köllensperger-Straße 8b,
6065 Thaur

office@tirolerbiopilze.at

www.tirolerbiopilze.at

Loto Tiroler Bio Pilze

Kurz & bündig

Ausgestattet mit neuester Technologie, dem sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen und der herausragenden Energieeffizienz, ist eine der modernsten Anlagen in  Europa und in Thaur beheimatet. Durchschnittlich werden 300.000 Kilogramm frische Tiroler Biopilze im Jahr produziert. Bereits 24 Stunden nach der Ernte liegen diese frisch in den Regalen der Händler.