Physiotherm Infrarotkabinen

Mit Wärme zu mehr Wohlbefinden

Mit seinen hochwertigen Infrarotkabinen ist das Thaurer Unternehmen Physiotherm österreichischer Marktführer. Von der Entwicklung über das Design bis zum Vertrieb durchläuft das Wellnessprodukt bei seiner Herstellung viele Stationen.

Bequem im Liegesessel zurücklehnen und die mit Lavasand gefüllten Keramikstrahler beginnen zusammen mit der Niedertemperatur-Infrarottechnik ihre wohltuende Wirkung: den Körper gleichmäßig und von innen heraus zu erwärmen. In diesem nachhaltigen Wellnessprogramm in der gemütlichen Atmosphäre einer nach Wunsch individualisierten Infrarotkabine steckt viel Entwicklungsarbeit, wie Josef Gunsch, der Geschäftsführer von Physiotherm erklärt: „Der Lavasand ist quasi das Ausgangsprodukt und auch ein Sinnbild, auf dem wir unser Patent aufgebaut haben. Es geht uns darum, die Wärme optimal auf den Körper wirken zu lassen. Im Laufe der Zeit entwickelten wir dazu neben der Infrarotkabine weitere Möglichkeiten, wie die Infrarot-Dusche, oder den Bürosessel für die Infarotbehandlung.“

Forschung & Entwicklung in Thaur

Während die eigentliche Produktion nach Deutschland verlegt wurde, befinden sich Marketing, Vertrieb und Finanzen und damit die Hauptwertschöpfung des Unternehmens am Standort in Thaur. „Eine hausinterne Forschung und Entwicklung mit integrierter medizinisch-wissenschaftlicher Abteilung sorgt für die ständige Weiterentwicklung und Optimierung der Technik, des Designs und des Gesundheitsnutzens der Infrarotwärme. Dazu gibt es einen Arzt, den Physiker und den Techniker im Haus, welche wiederum Daten für die Produktion liefern“, beschreibt Gunsch die Abläufe und präzisiert: „Metall, Kunststoff, Holz und Glas werden bei der Herstellung in unterschiedlichsten Formen eingesetzt. Wir entwickeln die Infrarotkabine so, dass wir sie in Teilen fertigen und dann international beschicken können. Das ist für uns wichtig, damit wir nicht in jedem Land eine Montagekompetenz aufbauen müssen. Die Kabinen sind so konzipiert, dass jeder sie sich theoretisch selber zusammenbauen kann. Bei Bedarf kommen selbständige Monteure zum Einsatz. Unser Haupt- und Kernprodukt ist die Infrarotkabine, die etwa 70 % des Gesamtumsatzes ausmacht.“

Tiroler Wellness erobert die Welt (Artikel von 2017)

Mit dem Standort der Physiotherm-Zentrale in der Region Hall-Wattens will der aus Tirol stammende Geschäftsführer Josef Gunsch das lokale Umfeld gezielt stärken. Doch das Unternehmen richtet seinen Blick auch über die Tiroler Berge hinaus: In den nächsten drei Jahren sollen mit fünf neuen Exportländer auch die ausländischen Märkte stärker bespielt werden.

Erfolgreich zu sein bedeutet, neue Lösungen zu finden und neue Wege zu gehen. In einer eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung arbeitet das Unternehmen deshalb stetig an innovativen Lösungen, die das Wärmeerlebnis in den Infrarotkabinen optimieren und gleichzeitig komplett neue Produktgruppen erschließen.

Mit Forschung und Entwicklung zur besten Wärme

Im nächsten Jahr soll beispielsweise der Bereich INTENSE – eine Produktlinie von Infrarotduschen – weiterentwickelt und ausgebaut werden. Außerdem wartet das Unternehmen 2017 mit einem ganz besonderen Produkt auf: Mit einem Infrarot-Bürostuhl dringt Physiotherm in ein völlig neues Marktsegment ein. Der Bürosessel mit integrierter Infraroteinheit wird am dem Frühjahr 2017 erhältlich sein.

Gemeinsam zum Erfolg

Auch bei Physiotherm weiß man, dass die besten Ergebnisse nur durch gute Partnerschaften entstehen. Aus diesem Grund wird auch in den nächsten Monaten der Schwerpunkt auf gemeinsame Projekte gelegt – der Kabinenhersteller arbeitet dabei einerseits verstärkt mit Unternehmen der Hotellerie und des Wellnessbereichs zusammen, andererseits werden auch Entwicklungskooperationen mit verschiedenen Tiroler Unternehmen laufend forciert.

Interview anlässlich des Offenen Werkstores 2016

Was bedeutet Ihnen die Region Hall-Wattens als Standort?

Josef Gunsch: Als erstes Heimat, da ich von hier stamme. Grundsätzlich gilt, wir wollen immer das lokale Umfeld stärken,  auch wenn wir einen zweiten Produktionstandort in Deutschland haben. Die Zentrale ist für uns hier in Thaur, da wir auch von der Qualität der Arbeitskräfte aus dem Umfeld leben. Hier ist etwas über die letzten Jahre gewachsen und da will und kann man sich auch nicht verändern.

Welche Rahmenbedingungen sind notwendig um Ihren Standort für die Zukunft zu sichern?

Josef Gunsch: Natürlich ist ein Fachkräftemangel immer spürbar und daher muss das Interesse da sein, sich mehr auf Fachkräfte zu konzentrieren, weiter Lehrlinge auszubilden und die Qualität der Arbeitskräfte zu steigern. Das ist die Zukunft. Ansonsten ist die Infrastruktur, auch was die Straßenanbindung betrifft, in Tirol perfekt. Wir liegen ja sehr zentral im Land. Auch unser Standort in Deutschland ist ähnlich angebunden. Das bedeutet, wir fahren von hier in dreieinhalb Stunden dorthin, obwohl es 450 km sind. Es ist wesentlich für die Qualität eines Standortes, dass du entsprechend an Autobahnen angebunden bist. Wenn man mit Deutschland vergleicht, welche Zeit Mitarbeiter dort am Weg zur Arbeit verbringen, dann leben wir in Tirol in einem Schlaraffenland. Wenn ich selbst acht Minuten in die Arbeit fahre - und bei vielen anderen Mitarbeitern ist das ähnlich - dann ist das ein Luxus.

Worin sehen Sie mittelfristig die größte Herausforderung für Ihr Unternehmen?
Josef Gunsch:
Wir konzentrieren uns seit den letzten Jahren sehr stark auf den medizinischen Gesundheitsnutzen und arbeiten dabei mit der UMIT, der UNI-Klinik Innsbruck und der Universität Innsbruck zusammen. Für uns wird wichtig sein, dass wir uns noch stärker auf das Thema Gesundheit und Gesundheitsnutzen stützen. Unser großes Plus ist der Fokus darauf, denn Gesundheit braucht der Mensch letztendlich immer.

Welche Ansprüche stellen Sie an potenzielle Bewerber & Lehrlinge? Was bieten Sie Ihren Mitarbeitern?
Josef Gunsch:
Ich glaube, wir sind ein sehr attraktiver Arbeitgeber, da wir einfach ein sehr sinnstiftendes Produkt herstellen und man sich mit unserem Produkt gut identifizieren kann. Wenn man einen Verkäufer ausbildet, dann lebt dieser sehr stark vom Kundenfeedback, und das Kundenfeedback das man bei uns bekommt, ist durchwegs positiv. Ansonsten ist es generell eine Herausforderung junge Leute dazu zu bewegen, eine Lehre zu machen. Speziell der Verkauf ist nicht gerade der positiv besetzteste Berufszweig und wir sind schon sehr vertriebslastig, wenn gleich wir auch Abteilungen für Forschung und Entwicklung - bzw. die ganze Logistik - im Haus haben. Wir haben auch eine eigene Schulungsabteilung, greifen aber doch immer wieder auf Externe zurück, da wir diesen Input brauchen. Es gibt auch ein Mitarbeiterentwicklungsprogramm, wo wir das Thema Leadership und Weiterentwicklung forcieren. Wir sind ein sehr junges, dynamisches Unternehmen und glauben an dieses Veränderungsmanagement, denn wir wollen jungen Menschen die Möglichkeit geben, in eine höhere Position zu gelangen.

Worin gründet sich Ihr Erfolg?
Josef Gunsch:
Das ist mehrschichtig und hat mit unserer Weiterentwicklung zu tun. Wir wachsen stärker als der Mitbewerber und haben ungefähr sechzig Prozent Marktanteil in Österreich, was viel ist. Das gründet daher, dass wir uns sehr intensiv mit dem Nutzen des Produktes auseinandergesetzt haben, und uns speziell in die medizinische Richtung entwickelt haben. Das ist eine Säule. Weiters haben wir sehr stark die Partnerschaft in der Hotellerie gesucht. Tirol ist da natürlich absolut geeignet, da der Gesundheits- und Wellnesstourismus seine Wurzeln hier hat, neben Salzburg und Südtirol. Davon leben wir sehr stark. Das zeigt sich darin, dass wir ca. 7000 Hotels als Kunden haben, wo an die 10.000 Leute täglich in unseren Kabinen sitzen.

Welche Maßnahmen setzen in Bezug auf Umweltschutz und gute Nachbarschaft?
Josef Gunsch:
Wir sind in einem Gewerbeumfeld angesiedelt, wo Zu- und Abfahrten kein Problem darstellen. Wir produzieren die Elektroteile im Haus, da fällt dieses Thema nicht so ins Gewicht. Was die Holzteile betrifft, verwenden wir Wasserlacke und sind damit umweltschonend.

 

Persönliche Fragen:

Ich lerne von…
Ich lerne am liebsten beim täglichen Arbeiten. Da ist es egal, welche Arbeit man macht. Ich bin früher Lkw gefahren, habe bei Wedl im Lager gearbeitet und auch noch verschiedene andere Tätigkeiten gemacht. Ich glaube prinzipiell, dass es sehr wichtig ist, beim täglichen Tun immer weiter zu lernen. Natürlich braucht es eine Grundausbildung, aber es ist wichtig im Alltag darauf zu achten, immer offen und lernwillig zu bleiben.

Ich würde gerne erfinden…
Ich bin immer sehr daran interessiert ein Produkt zu erfinden, das Wärme in alle Haushalte bringt. Wir sind dabei auf einem sehr guten Weg, aber wir haben immer noch nicht alle erreicht.

Ich freue mich auf …
Persönlich freue ich mich auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Physiotherm. Und auf den nächsten Heimsieg von Wacker Innsbruck. Von so einem Erfolg zehrt man schon sehr und das spendet Energie.

Ing. Josef Gunsch, Geschäftsführender Gesellschafter – CEO
Ing. Josef Gunsch, Geschäftsführender Gesellschafter – CEO

Physiotherm GmbH Physiothermstr. 1
6065 Thaur
infrarot@physiotherm.com
www.physiotherm.com

Physiotherm

Kurz & bündig

Das Tiroler Unternehmen Physiotherm Infrarotkabinen nutzt seit mehr als 20 Jahren die Kraft der Wärme. Das Physiotherm-Prinzip bewirkt mit innovativen Ansätzen der Infrarottechnologie eine besonders schonende, effiziente und sichere Wärmeanwendung. Die Infrarotkabinen können so Beschwerden lindern und zu einem nachhaltigen Wohlbefinden und zur Stärkung des Immunsystems beitragen. Die zwei wichtigsten Bausteine sind die patentierten, mit Lavasand gefüllten Keramikstrahler und die Niedertemperatur-Infrarottechnik. Physiotherm Infrarotkabinen sind aus Wellnessbereichen und Privathaushalten nicht mehr wegzudenken.