Die ÖBB setzen 2026 in Tirol gezielt auf die Modernisierung der Infrastruktur und fördern damit die Leistungsfähigkeit, die Betriebsqualität und den Fahrkomfort. Wichtigster Baustein für die hohe Kundenzufriedenheit bleiben aber die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Wegweisende Planungsprojekte werden in diesem Jahr weiter vorangetrieben, wie Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding, erklärt: „Es braucht eine leistungsfähige Bahn, um die künftigen Anforderungen an die Mobilität der Menschen langfristig zu meistern. Dazu gehören neben den großen Vorhaben für den internationalen Personen- und Güterverkehr auch Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen am gesamten Netz und insbesondere in moderne Bahnhöfe und attraktiven Nahverkehr für die Pendlerinnen und Pendler.“ Über die Sommermonate erhalten beispielsweise die beiden Tunnel der neuen Unterinntalbahn einen nachhaltigen Modernisierungsschub. Weitere wichtige Erhaltungsarbeiten finden am Arlberg, im Brixental und auf der Brennerstrecke statt. Im Tiroler Oberland laufen die Arbeiten am Bahnhof Schönwies auf Hochtouren. Am Bahnhof Völs werden die großangelegten Umbauarbeiten für die barrierefreie Erneuerung voraussichtlich Mitte des Jahres starten. Ein wesentlicher Schwerpunkt weiterer ÖBB-Planungen wird in den kommenden Jahren der Umbau aller Gleisanlagen und Kundenbereiche am Haupt- und Frachtenbahnhof Innsbruck sein. Die ÖBB versuchen bei allen Maßnahmen, die Einschränkungen für Fahrgäste so gering wie möglich zu halten.
Ausbildungen in der Lehrwerkstätte
Konzernweit sorgen über 45.500 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich mehr als 1,4 Millionen Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Zahlreiche aktuelle und künftige Beschäftigte erhalten bzw. erhielten ihre Ausbildung an der Lehrwerkstätte in Innsbruck, die von Robert Wechselberger geleitet wird: „Wir haben derzeit elf Ausbilder im Haus, die aktuell 154 Lehrlinge bei uns in acht verschiedenen Berufen ausbilden: Metaller, Elektrotechniker, Mechatroniker, Elektroniker, Gleisbautechniker, Bürokauffrau/-mann, Finanz- und Rechnungswesen und Immobilienkauffrau/-mann.“ Für die Lehrausbildung wurde die in den 60er Jahren errichtete Lehrwerkstätte vor fünf Jahren saniert bzw. erweitert und bietet mit moderner Infrastruktur perfekte Voraussetzungen für die Eisenbahner:innen von morgen.
Technischer Service mit viel Effizienz
Als zentrale Instandhaltungsdrehscheibe für Westösterreich wurde erst vor wenigen Monaten die letzte Ausbaustufe der ÖBB Technischen Services in Innsbruck eingeweiht. Die neue 285 Meter lange Halle bietet Platz für sechs Gleise – drei für Fernverkehrszüge wie Railjet und Nightjet, drei für Nahverkehrszüge wie den Cityjet. Die Wartung erfolgt effizient und kundenorientiert: Fernverkehrszüge werden nachts gewartet, Nahverkehrszüge tagsüber außerhalb der Hauptverkehrszeiten – für maximale Einsatzbereitschaft bei minimalen Standzeiten.

Ich bin bei Technische Services in Innsbruck tätig und Teil eines großen Teams, das die Instandhaltung für die technischen Maßnahmen der Fahrzeuge verantwortet. Das Team setzt sich aus Facharbeitern, Technikern, Ingenieuren und zeitweise aus Lehrlingen, sowie administrativen und kaufmännischem Personal zusammen. Mein Aufgabengebiet ist die technische Begleitung der Team-Leiter. Wenn sie oder der Schichtleiter technische Fragen bei Produkten haben, kommen sie u.a. zu mir. Persönlich bin ich durch den ehemaligen Lehrwerkstätten-Leiter zur ÖBB gekommen, wo nach einem ersten Schnuppern, das eine zum anderen geführt hat. Mir hat es von Anfang an sehr gut gefallen, deshalb habe ich dann die Lehre im Betrieb absolviert. Und da ich als Kind schon ein Faible für die Modelleisenbahn hatte, freue ich mich darüber, dass ich jetzt in „echt“ an Zügen arbeiten darf.