Die Bäckerei Therese Mölk setzt erfolgreich auf das große Potenzial zwischen traditionellem Handwerk und technischen Innovationen. So können hochwertige regionale Produkte und zugleich leistbare Alternativen angeboten werden – ohne Kompromisse bei der Qualität.
Das kommt bei KundInnen gut an, wie Sabine Leiss-Hofmann, die Werksleiterin der MPREIS-Lebensmittelherstellung, bestätigen kann: „Wir blicken 2025 in der Bäckerei Therese Mölk auf eine positive Entwicklung zurück und konnten gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus verzeichnen. Unsere Produktion ist gut ausgelastet mit Spielraum für Reserven. Die benötigen wir für saisonale Schwankungen oder Aktionen unser Drittabnehmer. Wir beliefern nämlich nicht nur die eigenen MPREIS-Vertriebslinien, sondern auch externe Partner im österreichischen Handel.“ 2025 war für das Unternehmen ein Jahr, dass in Kombination von Entwicklungen der letzten Jahre für anhaltende Herausforderungen gesorgt hat. „Einerseits spielt die Preissensibilität der KundInnen eine große Rolle. Hier gilt es, eine Balance zwischen dem hochqualitativem Bio-Segment und preisgünstigem Einstiegsangebot zu finden. Andererseits erschweren es die hohen Energiekosten in Österreich, wirtschaftlich und wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir stehen in Konkurrenz mit großindustriellen Betrieben des deutschen, italienischen und französischen Marktes. Wenn sich hier nichts verändert, wird es immer schwerer dagegen anzukommen.“
Verantwortung für die Menschen
FürMathias Mölk, Mitglied der MPREIS-Geschäftsführung, gibt es aber auch viele Gründe optimistisch sein zu können, da sich die Bäckerei Therese Mölk deutlich vom Mitbewerb im Lebensmitteleinzelhandel abheben kann: „Die große Vielfalt unserer Produkte aus regionalen Zutaten hat einen enormen Mehrwert für unsere KundInnen. Wir handeln stets nach den Werten Regionalität, Familie und Nachhaltigkeit. Als Familienunternehmen mit über 100 Jahren Geschichte und tiefer Verwurzelung in Tirol ist es uns wichtig, Verantwortung für die Region, die Menschen und die Umwelt zu übernehmen. Dieser Ansatz fließt bei unseren familienfreundlichen Arbeitsmodellen ein, prägt unsere Zusammenarbeit mit der heimischen Landwirtschaft und spielt auch bei sozialen Maßnahmen wie Lebensmittelspenden eine große Rolle.“
Neue Technik und mehr Bio
Am Weltfrauentag 2025 wurde in der Bäckerei Therese Mölk ein neuer Backofen zu Ehren von Therese Mölk in Betrieb genommen haben. „Damit vereinen wir Bäckerhandwerk mit modernster Technologie und setzen hinsichtlich Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit Maßstäbe. Der Ofen ermöglicht eine verkürzte Backzeit um bis zu 25 %, eine verbesserte Krustenbildung sowie eine höhere Produktionskapazität. Neben technischen Neuerungen streben wir den Ausbau des Bio-Sortiments an. Aktuell sind etwa ein Drittel Bio-zertifiziert. Langfristig sollen es 50 werden“, berichtet Sabine Leiss-Hofmann. Die Bäckerei Therese Mölk zählt zu den modernsten Betrieben ihrer Art in Österreich und ist zugleich Teil des traditionsreichen Familienunternehmens MPREIS.

Ich stamme aus Syrien und bin seit 2017 in Österreich. Bevor ich mit der Lehre bei der Bäckerei Theresa Mölk begonnen habe, besuchte ich die Handelsschule in Telfs, die ich vor drei Jahren abgeschlossen habe. Da mich der Beruf als Köchin zwar immer schon interessiert hat, aber wegen der Arbeitszeiten nicht in Frage gekommen ist, habe ich mich für die Lehre als Bäckerin interessiert und war für eine Woche bei der Bäckerei Theresa Mölk schnuppern. Als mich mein jetziger Ausbilder anschließend gefragt hat, ob ich eine Lehre machen möchte, war für mich klar, ich möchte Bäckerin werden. Ich arbeite jetzt in der Produktion der Bäckerei und habe dort verschiedene Aufgaben, wie beispielsweise Semmel-Aufbacken. Mir macht die Arbeit hier großen Spaß und ich bin sehr zufrieden. Die Arbeitszeiten von 6 Uhr bis 14.15 Uhr sind sehr fein für mich. Ich darf aufgrund meines Schulabschlusses und Alters die Ausbildung für Erwachsene machen und schließe im Sommer die Lehre ab.